Pressemeldungen

KZV Baden-Württemberg begrüßt bessere zahnmedizinische Prophylaxe für Kleinkinder

Lückenlose Vorsorge bereits ab dem sechsten Lebensmonat: Seit dem 1. Juli 2019 gibt es zusätzliche vertragszahnärztliche Prophylaxeleistungen für Kleinkinder. Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KZV BW) begrüßt diese neue Regelung, da sie eine weitere Verbesserung im Hinblick auf die Vermeidung frühkindlicher Karies darstellt.

Bisher wurden die zahnmedizinischen Präventionsleistungen erst ab dem 30. Lebensmonat von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Ab sofort können Eltern mit ihren Kindern bereits ab dem sechsten Lebensmonat Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt in Anspruch nehmen.

„Beinahe die Hälfte der kariösen Defekte, die im Einschulungsalter festgestellt werden, entstehen in den ersten drei Lebensjahren“, erläutert die Vorstandsvorsitzende der KZV BW Dr. Ute Maier. „Es ist eine sehr gute Nachricht für Familien mit kleinen Kindern, dass diese Versorgungslücke endlich geschlossen werden kann.“ Die neuen Leistungen tragen effektiv dazu bei, frühkindliche Karies zu bekämpfen. Es sei jedoch von zentraler Bedeutung, dass Eltern die zusätzlichen Untersuchungen mit ihren Kindern auch regelmäßig wahrnehmen.

Neue Leistungen für gesetzlich Versicherte
Die neuen Leistungen umfassen drei zusätzliche Früherkennungsuntersuchungen auf Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten vom 6. bis zum vollendeten 33. Lebensmonat. Diese Früherkennung ist zeitlich auf die U-Untersuchungen beim Kinderarzt abzustimmen.

Neben einer eingehenden Untersuchung auf Zahn-‚ Mund- und Kieferkrankheiten steht dabei gerade auch die Beratung zur Zahnpflege und Mundhygiene beim Kind sowie zum Ernährungsverhalten, insbesondere zum Gebrauch von Nuckelflaschen, im Mittelpunkt.

Die Anwendung von Fluoridlack zur Zahnschmelzhärtung trägt effektiv dazu bei, Karies zu verhindern. Sie ist für alle Kinder vom 6. bis zum vollendeten 33. grundsätzlich und vom 34. bis zum vollendeten 72. Lebensmonat bei hohem Kariesrisiko zweimal je Kalenderhalbjahr vorgesehen.