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Gesundheitstelegramm Nr. 15 (2021)

22.04.2021

In dieser Ausgabe

Leitfäden

DGZMK aktualisiert S1-Leitlinie: Empfehlungen zum Schutz vor Aerosol übertragbaren Erregern

Politik

Vom Bundestag zum G-BA: CDU-Abgeordnete Karin Maag soll neues unparteiisches Mitglied werden

COVID-19

Bewältigung der Covid-19-Pandemie: Neues Begleitgremium des Bundestags soll Empfehlungen erteilen

COVID-19

Behandlung bei COVID-19: Asthma-Medikament verhindert möglicherweise schwere Verläufe

Leitfäden

copyright Tomisu/pixabay.com

DGZMK aktualisiert S1-Leitlinie: Empfehlungen zum Schutz vor Aerosol übertragbaren Erregern

Aerosole gelten als potentielle Überträger von Infektionen. Zum Schutz des Praxispersonals und der Patient*innen werden in der S1-Leitlinie „Umgang mit zahnmedizinischen Patienten bei Belastung mit Aerosol-übertragbarbaren Erregern“ Erkenntnisse zusammengefasst. Als federführende Fachgesellschaft hat die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) die S1-Leitlinie an den aktuellen Wissensstand angepasst.

In Zusammenarbeit mit anderen Fachgesellschaften und Organisationen (KZBV, DG PARO u.a.) wurde die aktualisierte S1-Leitline im März 2021 veröffentlicht.

Die Leitlinie vereint Handlungsempfehlungen mit dem Ziel, „Zahnärzte und zahnmedizinisches Fachpersonal darin zu unterstützen, notwendige Maßnahmen zum Selbst- und Fremdschutz vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 und Aerosol übertragbaren Erregern zu vermitteln.“ Diese beinhaltet Empfehlungen zu folgenden Aspekten:

Die S1-Leitlinie finden Sie auf der Website der DGZMK.

Politik

Copyright Karin Maag

Vom Bundestag zum G-BA: CDU-Abgeordnete Karin Maag soll neues unparteiisches Mitglied werden

Die Stuttgarter CDU-Bundestagsabgeordnete Karin Maag wird zum 1. Juli ihr Mandat niederlegen. Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion stellt sich im Sommer ihrer neuen Aufgabe als unparteiisches Mitglied im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA).

Seit 2009 sitzt die studierte Juristin für den Wahlkreis Stuttgart II im Deutschen Bundestag. Mit Wechsel zum G-BA tritt Maag nun vor Ablauf der Wahlperiode von ihrem Mandat zurück. Ab Juli soll sie neben Prof. Josef Hecken und Dr. Monika Lelgemann als drittes unparteiisches Mitglied dem höchsten Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung angehören. Maag folgt damit Prof. Elisabeth Pott nach, die Ende Februar überraschend aus diesem Amt ausgeschieden ist. Vorgeschlagen wurde die CDU-Politikerin durch die Seite der Leistungserbringer – die Deutsche Krankenhausgesellschaft, die Kassenärztliche Bundesvereinigung sowie die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung.

Nachfolge
Für die Gesundheitsexpertin rückt Susanne Wetterich aus Stuttgart in den Bundestag nach. Wer künftig die Funktion des*der gesundheitspolitischen Sprecher*in der Unionsfraktion übernimmt, ist noch nicht geklärt.

COVID-19

Corona Virus

Bewältigung der Covid-19-Pandemie: Neues Begleitgremium des Bundestags soll Empfehlungen erteilen

Ein neuer Unterausschuss im Deutschen Bundestag soll künftig gesundheitliche und soziale Fragen der Bewältigung der Covid-19-Pandemie behandeln und Empfehlungen aussprechen.

Drei wesentliche Themenblöcke des Unterausschusses sind genannt worden:

Der Unterausschuss wurde mit 21 Mitgliedern besetzt. Vorsitzender ist der CDU-Abgeordnete Rudolf Henke, der zugleich Präsident der Ärztekammer Nordrhein ist.
Stellv. Vorsitzende ist die Ulmer SPD-Gesundheitsexpertin Hilde Mattheis. Mitglieder der anderen Fraktionen sind u.a. Katrin Helling-Plahr (Obfrau, FDP), Dr. Robby Schlund (Obmann, AfD), Dr. Janosch Dahmen (Obmann, Bündnis 90/Die Grünen) und Achim Kessler (Obmann, Linke).

Die Tätigkeit des Gremiums wird dem Vernehmen nach über rein gesundheitspolitische Themen hinausgehen. Neben den genannten Mitgliedern aus dem Gesundheitsausschuss sind weitere Fachleute anderer Ausschüsse benannt worden. Die Bundesregierung solle das Gremium regelmäßig über das aktuelle Infektionsgeschehen unterrichten. Von der Opposition gab es vorab scharfe Kritik aufgrund der fehlenden Transparenz des Begleitgremiums.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Seite des Bundestages.

COVID-19

Covid-19 Viren

Behandlung bei COVID-19: Asthma-Medikament verhindert möglicherweise schwere Verläufe

Medikamente zur Behandlung von COVID-19 werden weltweit gesucht. In einer klein angelegten Studie der Universität Oxford wurde das Asthma-Medikament Budesonid bei der Behandlung von COVID-19-Patient*innen eingesetzt. Lungenexperten hoffen nun auf breiter angelegte Studien.

Für die Studie wurden 146 Corona-Patienten in zwei Gruppen aufgeteilt. Beide Gruppen bekamen bei Schmerzen oder Fieber Paracetamol, Aspirin oder ähnliche Medikamente zur Linderung der Symptome. Zusätzlich wurde den Studienteilnehmer*innen einer der beiden Gruppen zweimal am Tag Budesonid verabreicht. Laut den Autoren der Studie dauerte die Genesung der mit Budesonid behandelten Gruppe einen Tag kürzer. In der Interventionsgruppe mussten von den 73 Personen nur zwei zur Behandlung in ein Krankenhaus. Bei der Kontrollgruppe waren es elf.

Experten bemängeln jedoch das Studiendesign, wonach die Teilnehmer*innen die Behandlungsmethode kannten (nicht-placebokontrollierte Studie). Außerdem seien durch die geringe Teilnehmerzahl keine langfristigen Aussagen zu machen. Aber Budesonid habe den Vorteil, dass es ob seiner Verfügbarkeit leicht in einer breit angelegten Studie getestet werden könne.

Hintergrund: Nachdem Wissenschaftler*innen bei Asthma-Patient*innen selten schwere Verläufe bei einer Corona-Infektion festgestellt hatten, kam die Behandlung von Budesonid als Therapie ins Spiel. Zur Studie gelangen Sie hier.