Foto KZBV-VV Delegierte aus Ba-Wü
Berufspolitik
Foto KZBV-VV Delegierte aus Ba-Wü

Für den Berufsstand auf Bundesebene aktiv: Aktueller Bericht von der KZBV-VV

Wenige Tage vor der Europawahl und ein Jahr vor der nächsten Bundestagswahl treffen sich die Delegierten der Vertreterversammlung der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), um Forderungen nach einem gesundheitspolitischen Kurswechsel zu stellen.

Kurswechsel in der Gesundheitspolitik

Wichtig seien adäquate Rahmenbedingungen, damit eine wohnortnahe und flächendeckende zahnärztliche Versorgung weiterhin sichergestellt werden kann.

Dr. Torsten Tomppert, Vorsitzender der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg, fordert von der Bundesregierung „die sofortige Abschaffung der Budgetierung. Wir brauchen gute Rahmenbedingungen gerade auch für junge Kolleginnen und Kollegen, damit diese sich auch für eine Niederlassung entscheiden. Nur so können wir das Ausbluten der Versorgung im ländlichen Raum verhindern.“

Ass. jur. Christian Finster, stellvertretender Vorsitzender der KZV BW, stellt klar: „Die Politik in Land und Bund muss beim Bürokratieabbau liefern! Praxen leiden seit Jahren unter der Flut bürokratischer Vorgaben – das muss ein Ende finden, damit Zahnärztinnen und Zahnärzte wieder Zeit für die Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten haben.“

Bekenntnis zur Demokratie und Pluralismus 

Auf Initiative der KZV BW wurde heute eine Resolution „Demokratie und Pluralismus in Europa – Fundament für ein menschliches Gesundheitswesen“ beschlossen. Vor dem Hintergrund der Europawahlen macht sich die Vertreterversammlung für Rechtsstaatlichkeit und ein offenes und tolerantes Europa stark. Die Delegierten treten Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rassismus entschieden entgegen: „Demokratie und Pluralismus sind grundlegende Voraussetzungen für ein Leben in Frieden und Freiheit. Sie sind essentiell für das Wohlergehen in unserem Land und in Europa und bilden somit ein Fundament für unser gesellschaftliches Zusammenleben und Zusammenwirken in allen Bereichen. Auch das Gesundheitswesen in Deutschland basiert auf diesen Prinzipien“, heißt es in der Resolution.

Schulterschluss mit Gesundheitsberufen

Um den Forderungen der Zahnärzteschaft mehr Durchschlagskraft zu verschaffen, suchen die Delegierten den Schulterschluss mit weiteren Akteuren der Gesundheitsberufe. Dazu werden heute der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung Dr. Andreas Gassen und der Vizepräsident der Bundesvereinigung der Apothekerverbände Mathias Arnold auf der Vertreterversammlung erwartet.

Einen ausführlichen Bericht der KZBV-VV lesen Sie in der Ausgabe 8/9-2024 des Zahnärzteblatts Baden-Württemberg.