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Studie der apoBank zu Existenzgründungen: Einzelpraxis weiterhin beliebt

Eine Studie der apoBank liefert aktuelle Zahlen zum Existenzgründungsverhalten von Zahnärztinnen und Zahnärzten: Demnach haben 2020 wieder mehr Männer als Frauen eine Zahnarztpraxis gegründet.

Existenzgründer*innen nach Geschlecht und Region

Bei Praxisgründungen liegen Zahnärzte vor ihren Kolleginnen. Allerdings gibt es hier auch regionale Unterschiede: So gingen 2020 im Osten der Republik (Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) 62 Prozent der Gründungen auf Zahnärztinnen zurück, in Baden-Württemberg und Bayern betrug der Anteil jedoch nur 36 Prozent.

Durchschnittliches Alter der Existenzgründer*innen

2020 lag das durchschnittliche Alter der männlichen Existenzgründer bei 35,2 Jahren. Zahnärztinnen lassen sich durchschnittlich mit 37,2 Jahren nieder. Der allgemein bekannte Trend, dass Zahnärztinnen häufiger eine Anstellung bevorzugen und diese auch länger als ihre männlichen Kollegen eingehen, setzt sich fort.

Existenzgründungen nach Praxisart

Laut der Studie ist die Übernahme einer Einzelpraxis das beliebteste Modell der Niederlassung: Zwei Drittel der Zahnärzt*innen zogen 2020 die Einzelpraxis vor, indem sie eine bestehende Praxis übernahmen. Elf Prozent wählten mit der Übernahme einer Berufsausübungsgemeinschaft (BAG), fünf Prozent mit dem Einstieg in eine BAG und sechs Prozent mit der Neugründung einer Einzelpraxis ihren Weg in die Selbstständigkeit.

Praxiskosten…

Im Vergleich zu Frauen waren Männer eher bereit, höhere Kaufpreise für eine Übernahme zu zahlen: Während Zahnärzte durchschnittlich 251.000 Euro in die Hand nahmen, waren es bei Zahnärztinnen durchschnittlich 162.000 Euro.

…und Praxisinvestitionen

Die Praxisinvestitionen, also die Summe aus Übernahmepreis und Investitionen, lag für die Neugründung einer Einzelpraxis im Jahr 2020 durchschnittlich bei 507.000 Euro, bei Neugründung einer BAG lag die Summe bei 563.000 Euro. Frauen investierten für Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen, IT, technische Geräte, etc. mit 170.000 Euro etwas mehr als ihre männlichen Kollegen, die im Schnitt 166.000 Euro investierten.

Entwicklung der Übernahmepreise im Stadt-Land-Vergleich

Generell sind Praxisübernahmen 2020 teurer geworden: Die Kaufpreise sind im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent auf durchschnittlich 208.000 Euro gestiegen. Auf dem Land kosteten Einzelpraxen durchschnittlich 138.000 Euro, in Städten hingegen mehr als 200.000 Euro.

Die Zahlen der Analyse der apoBank finden Sie hier.