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Nachgefragt: Wie werde ich Gutachter*in?

Ob Planungsgutachten im Bereich ZE, PAR, KFO oder Implantologie oder Mängelgutachten ZE – sie alle dienen der Überprüfung und Sicherung der Behandlungsqualität in der zahnmedizinischen Versorgung. Doch wie läuft so ein Gutachterverfahren überhaupt ab?

Wer kann Gutachter*in werden?

Wer Gutachter*in werden will, muss bestimmte Kriterien erfüllen:

Die Gutachter*innen für die vertragszahnärztliche Versorgung müssen „eine zum Amtsantritt mindestens seit vier Jahren ununterbrochen bestehende Zulassung als Vertragszahnärztin oder Vertragszahnarzt“ haben. Wichtig ist, dass sie die erforderliche Fachkompetenz mitbringen und regelmäßig Fortbildungen zum Ausbau und Erhalt der Fachkompetenz besuchen. Zudem muss das Amt unabhängig und weisungsungebunden ausgeübt werden.

Gutachter*in und Obergutachter*in werden von den KZVen und den Landesverbänden der Krankenkassen bzw. den Ersatzkassen vorgeschlagen. Die Bestellung wird je nach zahnärztlichen Bereich durch die KZVen im Einvernehmen mit den Landesverbänden der Krankenkassen bzw. Ersatzkassen oder durch die KZBV im Einvernehmen mit dem GKV-Spitzenverband wie folgt vorgenommen:

Zahnärztlicher BereichGutachter*inOber-
gutachter*in
KZV BWKZBVKZV BWKZBV
Zahnersatzxx
KFOxx
PAR xx
Implantologiexx

Welche Gutachten gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von Gutachten. Grundsätzlich kann man zwischen Gutachten vor einer Behandlung (Planungsgutachten) und Gutachten nach einer Behandlung (Mängelgutachten/nur Bereich ZE) unterscheiden.

Planungsgutachten

Die Krankenkassen können für ihre Entscheidungsfindung bezüglich der Leistungsgewährung eine geplante Behandlung in den Bereichen ZE, PAR, KFO und Implantologie (Ausnahmeindikation nach § 28 Abs. SGB V) vor der Genehmigung begutachten lassen. Durch das Gutachten wird insbesondere geprüft, ob eine richtlinienkonforme Behandlungsplanung vorliegt. Die Krankenkasse erhält dadurch eine fundierte fachliche Basis für eine leistungsrechtliche Zusage.

In Fällen, in denen von Patientenseite nach einer ZE-Behandlung Beschwerden aufkommen, kann über ein Mängelgutachten die durchgeführte Behandlung objektiv überprüft werden. Nach einem entsprechenden Auftrag durch die Krankenkasse wird durch den Gutachter oder die Gutachterin festgestellt, „ob die durchgeführte Behandlung dem genehmigten Heil- und Kostenplan entspricht und ob die Behandlung Planungs- und/oder Ausführungsmängel aufweist.“

Rechtliche Grundlage

Die rechtliche Grundlage für das Gutachterwesen gründet im Bundesmantelvertrag-Zahnärzte (BMV-Z), der zwischen der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) und dem GKV-Spitzenverband vereinbart wurde.

Info
Sie interessieren sich für das Gutachterwesen? Hier finden Sie gebündelt alle Informationen für Bewerber*innen.
Weiterführende Informationen zum Gutachterwesen finden Sie hier.

Wenn Sie Fragen zum Verfahren oder Interesse an einer Gutachtertätigkeit haben, geben Ihnen unsere Ansprechpartnerinnen für das Gutachterwesen in den Bezirksdirektionen gerne Auskunft und/oder leiten Ihr Anliegen gerne auch an die entsprechenden Gutachterreferent*innen oder Referent*innen für Kieferorthopädie weiter.

BD Stuttgart:
Andrea Curcic: 0711 7877-188
Referenten für Gutachterwesen: Dr. Gerhard Cube und ZA Peter Hill
Referentin für Kieferorthopädie: Dr. Patricia Miersch

BD Karlsruhe:
Stephanie Jankowski und Heike Vanselov-Selinger: 0621 38000-167 /-184
Referentin für Gutachterwesen: Dr. Gudrun Börsig
Referent für Kieferorthopädie: Dr. Christof Metz

BD Tübingen:
Sabine Meyer: 07071 911-513
Referent für Gutachterwesen: Dr. Wolfram Widmaier
Referentin für Kieferorthopädie: Dr. Johanna Kutz

BD Freiburg:
Sarah Trotter und Claudia Klatte: 0761 4506-203 / -234
(Vorstands-) Referent für Gutachterwesen: Dr. Georg Bach
Referent für Kieferorthopädie: Dr. Martin Leupolz