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Mögliche Entlastung der Praxen: Vorschlag zur Verkürzung der COVID-Quarantäne auf nur noch fünf Tage

Auf Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach und des Robert Koch-Instituts sollen die Quarantäne- und Isolierungszeiten für Ärzt*innen und Zahnärzt*innen sowie für medizinisches Fachpersonal und Pflegekräfte von sieben auf fünf Tage reduziert werden.

Bislang gilt folgende Regelung für die Quarantäne- und Isolierungszeiten für COVID-Infizierte: „Mit negativem PCR-Test ist eine Entlassung aus der Isolierung nach sieben Tagen möglich“, erläuterte das Portal „Arbeit & Gesundheit“ der gesetzlichen Unfallversicherung. Die Person müsse zudem „mindestens 48 Stunden vorher symptomfrei sein“. Für Kontaktpersonen gelte: Mit negativem PCR-Test oder Schnelltest sei eine Entlassung aus der Quarantäne nach sieben Tagen möglich. Ohne Freitestung dauere die Quarantäne zehn Tage.

Nach dem neuen Vorschlag des Bundesgesundheitsministers und des Robert Koch-Instituts solle es möglich sein, dass die Frist für die Quarantäne auf fünf Tage reduziert wird – sofern in den letzten 48 Stunden keine Symptome aufgetreten seien und ab dem fünften Tag ein negativer Test vorliege. Ein zertifizierter Antigen-Schnelltest würde dafür reichen. Wie das Ministerium mitteilte, würde diese Verkürzung „der Aufrechterhaltung der Infrastruktur im Gesundheitswesens dienen“.

Keine freiwillige Isolation zum 1. Mai 2022

Die zunächst angekündigte freiwillige Isolation von COVID-Infizierten zum 1. Mai 2022 hat Minister Lauterbach indessen wieder kassiert. Auf Twitter sagte der SPD-Politiker: „Die Beendigung der Anordnung der Isolation nach Corona-Infektion durch die Gesundheitsämter zugunsten von Freiwilligkeit wäre falsch und wird nicht kommen. Hier habe ich einen Fehler gemacht.“ Die geplante Änderung entlaste zwar die Gesundheitsämter. Aber das Signal sei „falsch und schädlich“.