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Landesgesundheitskongress 2022: Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit

Welchen Beitrag leistet das Gesundheitswesen zum Klimaschutz und welchen Anteil hat es am Klimawandel? Diesen Fragen ist der Landeskongress Gesundheit am vergangen Freitag unter dem Motto „Nachhaltiges Gesundheitswesen“ nachgegangen. Der nun zum siebten Mal stattgefundene Kongress ist Fixpunkt für die gesundheitspolitische Agenda im Land.

Als Schirmherr war Sozialminister Manne Lucha zum digitalen Landeskongress Gesundheit geladen. In seinem politischen Grußwort sprach er von Gesundheit als Querschnittsthema. Gesundheitliche Auswirkungen und umweltbezogene Belastungen müssten effektiv und sektorenübergreifend beantwortet werden. Dabei sei u.a. eine verstärkte Aus- und Fortbildung des Gesundheitspersonals im Hinblick auf die Themen Klima und Gesundheitsschutz sowie eine gezielte Förderung dieser Forschungsschwerpunkte nötig.

Prof. Dr. Eckart von Hirschhausen, bekannt als TV-Arzt, Autor und Kabarettist, stellte den Klimawandel und seine Auswirkungen auf die Gesundheit in den Mittelpunkt seines Vortrags. Seine zentrale Aussage – „Klimaschutz ist Gesundheitsschutz“ – verknüpfte er mit der Frage, welche Verantwortung die Ärzteschaft in diesem Zusammenhang spiele. Als profilierter Kenner der deutschen Sozial- und Gesundheitspolitik sprach Prof. Dr. Ingo Bode über die Herausforderungen des Klimawandels für die institutionellen Organisationen des Gesundheitswesens.

Prof. Dr. Simone Sommer (Universität Ulm) und Dr. Robert Beyer (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung) schlugen im zweiten Teil des Kongresses mit Vorträgen zu den Einflüssen von Umweltveränderungen auf die Gesundheit und als Treiber von Zoonosen den Bogen zur aktuellen pandemischen Lage.
Abgerundet wurde der Kongress von spannenden Impulsen von Akteuren des Forums Gesundheitsstandort Baden-Württemberg, die verschiedene Forschungsprojekte aus dem Südwesten vorstellten, unter ihnen etwa die sektorenübergreifende Telemedizinplattform oder das Test- und Entwicklungszentrum für digitale Anamnesesysteme.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der nächsten Ausgabe des Zahnärzteblatts Baden-Württemberg.