Praxisinfo

KFO-Behandlung: Therapie mit „Alignern“ (u.a. Invisalign) nicht über die GKV abrechenbar

Die Therapie mit „Alignern“ stellt keine vertragszahnärztliche Versorgung dar und muss deshalb privat vereinbart werden. Eine Berechnung über eine Mehrkostenvereinbarung sowie die Verrechnung mit Abschlagszahlungen und / oder Multibandpositionen ist nicht möglich.

Planung der Therapie mit Alignern vor Behandlungsbeginn

Wird bereits zum Zeitpunkt der Planung entschieden, dass im Laufe der KFO-Behandlung mit Alignern therapiert wird, gehört die gesamte kieferorthopädische Behandlung nicht zur Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkasse und ist bereits ab dem Zeitpunkt der Planung mit der Patientin / dem Patienten bzw. den Eltern privat zu vereinbaren.

Umstellung der Therapie auf Aligner bei laufender Behandlung

Sofern während einer kieferorthopädischen Behandlung, die von der gesetzlichen Krankenversicherung genehmigt wurde, auf eine „Alignertherapie“ gewechselt wird, ist der gesetzlichen Krankenversicherung vorab ein Abbruch der Behandlung zu Lasten der GKV mitzuteilen. Ein Retainer kann danach nur als Privatleistung mit der Patientin / dem Patienten vereinbart werden.

Da gemäß den Richtlinien für die kieferorthopädische Behandlung (vgl. Anlage 2 zu Abschnitt B. Nr. 2) bei einem Befund ab dem Behandlungsbedarf 3 die weiteren Behandlungsbedarfsgrade ab 1 auch zur vertragszahnärztlichen Versorgung gehören, besteht nicht die Möglichkeit, die laufende vertragszahnärztliche Behandlung vor dem eigentlichen Behandlungsende gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung als erfolgreich abgeschlossen zu deklarieren, um dann auf eine private Behandlung mit „Alignern“ umzusteigen.