Covid-19 Viren
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Forschung: SARS-CoV-2-Infektionen beruhen auf einem Mix an Virusvarianten

Wer sich mit SARS-CoV-2 infiziert hat, trägt eine Vielzahl an Virusvarianten. Dies zeigt eine jüngst veröffentlichte Studie aus den USA.

Im Regelfall wird bei SARS-CoV-2-Infektionen, wenn überhaupt eine Sequenzierung vorgenommen wird, nur die dominante vorliegende Variante bestimmt. Das genetische Bild ist hingegen deutlich komplexer. Die Forschenden stellten fest, dass bei jeder Infektion eine heterogene Mischung von Varianten vorliegt. Insgesamt wurden für die Studie 360 gensequenzierte Fälle untersucht. Die Forschenden fanden dabei jeweils eine breite genetische Variation. Überdies zeigt die Studie, dass die genetische Diversität im Verlauf der Pandemie deutlich zunahm.

„Unsere Arbeit zeigt die Komplexität von Infektionskrankheiten, die oft zu stark vereinfacht wird, indem nur das am häufigsten vorkommende Virus in einer Infektion betrachtet wird“, betont Studienautor Ernest R. Chan von der Case Western Reserve University in Cleveland, Ohio.

Auch die weniger stark vertretenen Stämme gelte es zu berücksichtigen, denn diese könnten frühe Hinweise auf neu auftretende Varianten liefern. Die Untersuchung zeigt auch, dass genetische Daten aus den Proben, die in der Zeit der Alpha- und Deltawelle und damit gut ein Jahr vor Omikron genommen wurden, bereits Mutationen enthielten, die in Omikron BA.1 und BA.2 gefunden wurden.

Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachmagazin PLOS GENETICS veröffentlicht.