Telematik

Das Elektronische Beantragungs- und Genehmigungsverfahren (EBZ) kommt: KIM und eHBA notwendig!

Derzeit befindet sich das Elektronische Beantragungs- und Genehmigungsverfahren (EBZ) in der Pilotphase und soll ab dem 1. Juli 2022 im Echtbetrieb zur Verfügung stehen. Das EBZ ist die erste Telematikanwendung für Zahnarztpraxen, um bestehende Abläufe in der Zahnarztpraxis wesentlich zu vereinfachen.

Mit dem EBZ werden die aktuell noch per Papier zu genehmigenden Behandlungspläne für die Leistungsbereiche Kieferbruch/Kiefergelenkserkrankungen (KB/KGL), Kieferorthopädie (KFO), Parodontalerkrankungen (PAR) und Zahnersatz (ZE) in ein elektronisches Verfahren überführt.

Zukünftig wird es möglich sein, direkt aus ihrem Praxisverwaltungssystem (PVS) über den Telematikdienst „Kommunikation im Medizinwesen“ (KIM) einen elektronischen Antrag an die Krankenkasse zu verschicken und von dieser zu empfangen.

Um das EBZ anwenden zu können, benötigen Sie

  • den Kommunikationsdienst KIM,
  • einen elektronischen Heilberufsausweises (eHBA),
  • das EBZ-Fachmodul im Praxisverwaltungssystem.

Nach dem Start des flächendeckenden Echtbetriebs des elektronischen Beantragungs- und Genehmigungsverfahrens kann in zu begründenden Ausnahmefällen, insbesondere bei Programmierfehlern oder sonstigen technischen Störungen, für zwölf Monate auf das Papierverfahren zurückgegriffen werden. Die Anwendung des Papierverfahrens ist auf dem Bemerkungsfeld des entsprechenden Vordrucks zu begründen.

Kommunikation im Medizinwesen (KIM)

Der Kommunikationsdienst KIM ist notwendig für die TI Anwendungen

  • elektronische Beantragungs- und Genehmigungsverfahren (EBZ) und die
  • elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU).

Darüber hinaus ist KIM die sichere Alternative zur Faxkommunikation, die in vielen Fällen nicht mehr datenschutzkonform verwendet werden kann. Mit KIM können medizinische Daten (Arztbriefe, Befunde, Röntgenbilder etc.) verschlüsselt über die Telematikinfrastruktur übertragen und mittels Signatur vor Veränderungen geschützt werden.

Die Einrichtung und der Betrieb von KIM werden durch TI-Refinanzierungspauschalen gefördert, die auf unserer Website unter dem folgenden Link beantragt werden können.

Elektronischer Heilberufsausweis (eHBA)

Für die TI-Anwendungen

  • elektronische Patientenakte (ePA),
  • elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU),
  • elektronisches Rezept (E-Rezept) und das
  • elektronische Beantragungs- und Genehmigungsverfahren (EBZ).

ist ein elektronischer Heilberufsausweis (eHBA) notwendig.

Unter dem folgenden Link erhalten Sie weitere Informationen und die Möglichkeit den eHBA über die Landezahnärztekammer BW Online zu beantragen.

Die Erstattung der Pauschalen für den eHBA erfolgt automatisiert ohne weiteren Antrag.