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Berufspolitik
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Aligner: Neues Urteil schränkt Werbung von gewerblichen Anbietern ein

Die Verbraucherzentralen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sind gerichtlich mit einer Unterlassungsklage gegen die irreführende und anpreisende Werbung von telemedizinischen Aligner-Anbietern vorgegangen. Nun liegt ein neues Urteil vor.

Die Verbraucherzentralen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hatten vor Gericht Erfolg mit ihrer Unterlassungsklage. Das Landgericht Berlin urteilte nun am 25. April 2022 und erklärte die irreführenden Werbeversprechungen und das Ausblenden negativer Kundenbewertungen auf der Webseite des Anbieters für unzulässig. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig

Auch die Versprechen, dass Zahnschienen mit minimalem Druck und ohne die üblichen Schmerzen funktionieren würden und dass noch nie ein Patient nach der Behandlung unzufrieden gewesen sei, hatten die Verbraucherzentralen beanstandet. Bereits in einem Urteil vom 25. Januar 2022 wurde dem Anbieter auferlegt, diese Aussagen zu unterlassen. Dieses Urteil ist rechtskräftig.

Die Verfahren haben Medienberichten zufolge erste Konsequenzen in der Branche: Ein abgemahnter Aligner-Anbieter nehme demnach keine Behandlungen mehr in Deutschland an und ziehe sich zurück.

Irreführende Werbung melden

Irreführende Werbung oder irreführende Gesundheitsinformationen können Verbraucher*innen in dem Projekt der Verbraucherzentrale „Faktencheck Gesundheitswerbung“ melden.