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Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz Holetschek warnt vor Investoren-MVZ

Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) Klaus Holetschek warnt vor einem zu großen Einfluss privater Finanzinvestoren in der ambulanten Gesundheitsversorgung. Profit dürfe „nie die treibende Kraft hinter gesundheitlichen Angeboten sein. Der Patient ist und bleibt zentral“, so der CSU-Politiker.

Die Bundesregierung müsse rasch handeln, da die bestehenden Schutzmaßnahmen nicht ausreichen würden. Dieses Thema solle daher im Rahmen der regelmäßigen Beratungen der Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder angesprochen werden.

Transparenz bei den Inhaberstrukturen

Holetschek erklärte weiter: „Der Bund ist gefordert, dafür zu sorgen, dass Inhaber- und Trägerstrukturen der MVZ öffentlich ersichtlich sind.“ Ein MVZ-Register sowie eine verpflichtende Kennzeichnung etwa auf dem Praxisschild seien denkbare Maßnahmen. „Bisher sind die entsprechenden für Ärztinnen und Ärzte geltenden Vorschriften nicht unmittelbar auf die Kapitalgesellschaften der Träger anwendbar. Hier sollte nachgesteuert werden“, betonte der Vorsitzende der GMK.

MVZ-Register seit 2019 Beschlusslage der KZV BW

Mit dieser Forderung griff Holetschek eine zentrale Forderung der Standespolitik auf. So hatte die Vertreterversammlung der KZV BW bereits vor zwei Jahren die Forderung beschlossen, durch die Einführung eines MVZ-Register-Gesetzes mehr Transparenz bei Inhaberstrukturen, Kettenbildungen und weiteren Marktentwicklungen im Bereich der zahnmedizinischen Versorgungszentren (Z-MVZ) zu schaffen.