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Selbsttest bei Kindern: Was Sie wissen müssen

Wochenlang waren sie ausverkauft: Selbst- und Schnelltest. Wo Sie diese finden und wie Regelungen für den Schul- und Kitabesuch sind, lesen Sie hier.

Nachdem die Selbst- und Schnelltest anfangs nicht überall verfügbar waren, gibt es sie mittlerweile im Lebensmitteleinzelhandel sowie in Drogeriefachmärkten und Apotheken. Während PCR-Tests und Antigen-Schnelltests nur durch geschultes Personal durchgeführt werden darf, können Selbsttest von jedem*r selbst durchgeführt werden. Die Selbsttests werden derzeit als Spucktest, Nasen-Abstrich-Test oder Lollipop-Schnelltest angeboten.

Negatives Testergebnis: Voraussetzung für Teilnahme am Präsenzunterricht

Unabhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz müssen Schüler*innen einen negativen Test für den Schulbesuch vorweisen. An Grundschulen, Grundschulförderklassen, Grundstufen der SBBZ, an Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren mit den Förderschwerpunkten G und K und an Schulkindergärten entscheidet die Schule, ob die Testungen als Eigenanwendung an die Personensorgeberechtigten verteilt werden oder die Testdurchführung in der Schule erfolgt. Die Tests werden in jedem Fall von der Schule zur Verfügung gestellt. Bei einer Anwesenheit der Personen von maximal drei Tagen in Folge pro Schulwoche ist mindestens ein Test ausreichend. Das Testkonzept wird auf Grundlage der Vorgaben vom Kultusministerium in Abstimmung mit dem Schulträger/Schulleitung ausgestaltet. Diese indirekte Testpflicht gilt auch für die Kinder, die in der Notbetreuung beaufsichtigt werden.

Ausnahmen bei der Testpflicht

Ausnahmen von der Testregelung gelten bei schriftlichen und praktischen Leistungsfeststellungen und Prüfungen. Schüler*innen, deren abgeschlossene Impfung 14 Tage zurückliegt und die dies nachweisen können, sind von der Testpflicht ausgenommen. Gleiches gilt für genesene Personen: „Der Nachweis muss über eine durch PCR-Test bestätigte Infektion mit dem Coronavirus erfolgen und das PCR-Testergebnis darf höchstens sechs Monate zurückliegen“, so das Kultusministerium. Die allgemeinen Abstandsregeln und die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Mund-Nase-Bedeckung sind davon unberührt.

Was mache ich bei einem positiven Ergebnis?

Bei einem positiven Selbsttest sollte ein PCR-Test in einem Testzentrum oder beim Hausarzt durchgeführt und bis zum Ergebnis eine Quarantäne eingehalten werden.

Liste der zugelassenen Antigen-Selbsttests

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bietet eine Liste von Antigen-Tests zur Eigenanwendung zum direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 an. In dieser Liste befinden sich diejenigen Tests, die sich laut Herstellerangaben gemäß den Vorgaben des Medizinproduktegesetzes (MPG) rechtmäßig in Europa bzw. Deutschland in Verkehr befinden und alle vom Paul-Ehrlich-Institut in Abstimmung mit dem Robert Koch-Institut (RKI) festgelegten Mindestkriterien für Antigen-Tests erfüllen. Die Liste des BfArM bietet also einen Überblick über die Antigen-Tests, die nach Herstellerangaben die Mindestkriterien erfüllen und die erstattungsfähig nach Coronavirus-Testverordnung-TestV sind. Weitere Informationen finden sich direkt auf der Webseite des BfArM.

Das Paul-Ehrlich-Institut führt zusätzlich eine vergleichende Bewertung von Antigen-Schnelltests im Labor durch. Wenn sich zeigt, dass ein Test diese Evaluierung besteht, wird er in der Liste „Vergleichende Evaluierung der Sensitivität von SARS-CoV-2 Antigenschnelltests“ des Paul-Ehrlich-Instituts aufgeführt. Erfüllt ein Test diese Evaluierung nicht, wird er aus der Liste des BfArM gestrichen. Die Liste des PEI findet sich hier (Stand 16.04.2021).