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Neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes: Gesundheitsausgaben steigen stark an

Die Gesundheitsausgaben in Deutschland sind im Jahr 2019 deutlich auf über 400 Mrd. Euro gestiegen. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind darin noch nicht abgebildet, weswegen für 2020 ein weiterer Anstieg absehbar ist.

Fast 5.000 Euro je Einwohner*in betrugen die Gesundheitsausgaben in Deutschland im Jahr 2019 – insgesamt 410,8 Mrd. Euro – wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Weltgesundheitstag am 7. April 2021 mitteilte. Damit stiegen die Gesundheitsausgaben gegenüber 2018 um 19,3 Mrd. Euro oder 4,9 Prozent. Der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt lag 2019 bei 11,9 Prozent und damit 0,2 Prozentpunkte höher als im Vorjahr.

Pandemiekosten bringen weiteren Anstieg

Auf Basis bereits vorliegender und fortgeschriebener Werte wird für 2020 ein weiterer Anstieg der Gesundheitsausgaben um 3,5 Prozent auf gut 425 Mrd. Euro geschätzt. Einen „coronaspezifischen Anteil“ zu ermitteln, sei derzeit schwierig, so das Statistische Bundesamt. Bereits vorliegende Zahlen betreffen jedoch die knapp 1,6 Milliarden Euro Ausgaben aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds. Diese setzen sich im Wesentlichen aus rund 700 Mio. Euro für Ausgleichszahlungen an die Krankenhäuser für die Bereitstellung von intensivmedizinischen Betten und Beatmungsgeräten, gut 491 Mio. Euro für Schutzmasken sowie knapp 286 Mio. Euro für Tests im Sinne der Coronavirus-Testverordnung zusammen.

Detaillierte Daten zu den Gesundheitsausgaben in Deutschland finden Sie auf der Website des Statistischen Bundesamtes.