Praxisinfo

Neue Vereinbarung: Behandlung von im Ausland versicherten Patient*innen bei vorübergehendem Aufenthalt in Deutschland ab dem 1. Oktober 2021

Erstmalig haben die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und der GKV-Spitzenverband (GKV-SV) das Verfahren zur Behandlung von im Ausland krankenversicherten Patientinnen und Patienten bei vorübergehendem Aufenthalt in Deutschland in einer eigenständigen Vereinbarung normiert. Die Vereinbarung wird als Anlage 18 Bestandteil des Bundesmantelvertrages (BMV-Z) und tritt zum 1. Oktober 2021 in Kraft. Die wichtigsten Neuerungen haben wir für Sie zusammengefasst.

Die bisher verwendeten Muster 80 und Muster 81 entfallen und werden durch eine kürzere „Patientenerklärung Europäische Krankenversicherung“ sowie durch die Kopie der EHIC (Europäische Krankenversicherungskarte) / Global Health Insurance Card (GHIC) ersetzt. Über Ihr Praxisverwaltungssystem steht Ihnen die neue Patientenerklärung in allen Teilen zweisprachig und in den am häufigsten benötigten Sprachfassungen zur Verfügung.

Darüber hinaus entfallen die bisher notwendigen Kopien für den Identitätsnachweis (Personalausweis oder Reisepass).

Der bisher verwendete Behandlungs- und Abrechnungsschein bei der Versorgung von Patientinnen und Patienten, die auf Grundlage zwischenstaatlicher Abkommen behandelt wurden (z. B. Versicherte aus der Türkei oder Tunesien), wird durch den einheitlich gestalteten Nationalen Anspruchsnachweis abgelöst.

Die gesamten Informationen zum Verfahren sowie eine Kurzübersicht über wesentliche Verfahrensabläufe finden Sie hier.