Recht

Geldforderungen: Verjährung von Ansprüchen aus dem Jahr 2018

Geldforderungen verjähren nach der gesetzlichen Verjährungsfrist grundsätzlich drei Jahre nach ihrer Begründung/Entstehung. Mit Ablauf des Jahres 2021 verjähren somit alle Geldforderungen aus dem Jahr 2018. Für den Fall, dass noch Forderungen zu Ihren Gunsten bestehen, die nicht beglichen wurden, sollten Sie diese vor Jahresende geltend machen.

Eine Verjährung von Forderungen tritt nur dann nicht ein, wenn sie zwischenzeitlich neu begonnen hat oder durch ein bestimmtes Ereignis gehemmt wird.

Die Verjährung beginnt erneut, d. h., von vorne zu laufen, wenn z. B.

  • ein Anerkenntnis der Gegenseite vorliegt – z. B. durch Zahlung eines Abschlags oder einer Sicherheitsleistung – oder
  • eine gerichtliche oder behördliche Vollstreckungshandlung vorgenommen oder beantragt wird.

Die Verjährung kann durch die Einleitung eines gerichtlichen Mahnverfahrens oder durch Klageerhebung gehemmt werden. Eine Hemmung kommt auch dann in Betracht, wenn z. B.

  • Verhandlungen geführt werden, bei denen Sie davon ausgehen können, dass die Gegenseite die Forderung noch nicht endgültig abgelehnt hat oder
  • der Anspruch im Rahmen eines Insolvenzverfahrens angemeldet wird.

Wir weisen darauf hin, dass eine einfache schriftliche Mahnung nicht geeignet ist, die Verjährung zu hemmen.