Covid-19 Viren
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Behandlung bei COVID-19: Asthma-Medikament verhindert möglicherweise schwere Verläufe

Medikamente zur Behandlung von COVID-19 werden weltweit gesucht. In einer klein angelegten Studie der Universität Oxford wurde das Asthma-Medikament Budesonid bei der Behandlung von COVID-19-Patient*innen eingesetzt. Lungenexperten hoffen nun auf breiter angelegte Studien.

Für die Studie wurden 146 Corona-Patienten in zwei Gruppen aufgeteilt. Beide Gruppen bekamen bei Schmerzen oder Fieber Paracetamol, Aspirin oder ähnliche Medikamente zur Linderung der Symptome. Zusätzlich wurde den Studienteilnehmer*innen einer der beiden Gruppen zweimal am Tag Budesonid verabreicht. Laut den Autoren der Studie dauerte die Genesung der mit Budesonid behandelten Gruppe einen Tag kürzer. In der Interventionsgruppe mussten von den 73 Personen nur zwei zur Behandlung in ein Krankenhaus. Bei der Kontrollgruppe waren es elf.

Experten bemängeln jedoch das Studiendesign, wonach die Teilnehmer*innen die Behandlungsmethode kannten (nicht-placebokontrollierte Studie). Außerdem seien durch die geringe Teilnehmerzahl keine langfristigen Aussagen zu machen. Aber Budesonid habe den Vorteil, dass es ob seiner Verfügbarkeit leicht in einer breit angelegten Studie getestet werden könne.

Hintergrund: Nachdem Wissenschaftler*innen bei Asthma-Patient*innen selten schwere Verläufe bei einer Corona-Infektion festgestellt hatten, kam die Behandlung von Budesonid als Therapie ins Spiel. Zur Studie gelangen Sie hier.