copyright Alexander Dummer
COVID-19
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Änderung des Infektionsschutzgesetzes: Erhöhung der Kinderkrankentage

Die Bundesregierung hat im Zuge der bundesweiten Vereinheitlichung der Corona-Regeln das Infektionsschutzgesetz geändert. Die Anpassungen sehen u.a. eine Erhöhung der Kinderkrankentage vor.

Eltern und Kinder sind durch geschlossene Schulen und Kitas besonders belastet. Wenn diese geschlossen sind, die Präsenzpflicht an Schulen aufgehoben wird oder die Kita die Betreuungsmöglichkeiten einschränkt, können Eltern von den Kinderkrankentagen Gebrauch machen. Laut Beschluss der Regierung sollen Schulen und Kitas ab einer Überschreitung einer Inzidenz von 200 schließen. Um Familien zu entlasten, hat das Kabinett nun die Erhöhung der Kinderkrankentage von 20 auf 30 Tage pro Kind und Elternteil beschlossen. Für Alleinerziehende bedeutet das eine Erhöhung von 40 auf 60 Tage.

Wer sich aufgrund der Krankheit des Kindes freistellen lässt, erhält 70 Prozent des Bruttolohns, höchstens aber 90 Prozent des Nettolohns. Für das Kinderkrankengeld müssen Eltern die Krankmeldung ihres Kindes bei der jeweiligen Krankenkasse vorlegen. Wer seinen Anspruch auf Kinderkrankentage und -geld aufgrund von coronabedingten Schul- und Kitaschließungen wahrnehmen möchte, muss den Krankenkassen einen Nachweis über die Schließung der Einrichtung vorlegen. Eltern, die ihre Kinder betreuen müssen und daher ihren Beruf nicht ausüben können, haben Anspruch auf zehn Wochen (bei Alleinerziehenden verdoppelt sich der Anspruch auf 20 Wochen) Lohnfortzahlung. Diese beträgt 67 Prozent des Verdienstausfalls und ist gedeckelt bei 2.016 Euro. Zum Antrag auf Lohnfortzahlung kommen Sie hier.