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Digitalisierung

Gesundheitskompetenz stärken: Nationales Gesundheitsportal soll im Sommer an den Start gehen

Mit einem nationalen Gesundheitsportal will das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium künftig die Suche nach seriösen Gesundheitsinformationen erleichtern. Auf diese Weise soll die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung gesteigert werden. Mitte dieses Jahres soll das Portal an den Start gehen.
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Längst sind Ärzte für viele Menschen nicht mehr die einzige und vor allem nicht mehr die erste Quelle für Gesundheitsinformationen. Viele recherchieren im Internet zu ihren Beschwerden bevor sie einen Arzt aufsuchen. Doch die Antworten von Dr. Google können schnell zu Problemen führen: Häufig sind diese falsch, irreführend oder auch durch kommerzielle Interessen beeinflusst. Gerade Menschen mit einer eingeschränkten Gesundheitskompetenz können große Schwierigkeiten dabei haben, Information einzuschätzen, unterschiedliche Behandlungsoptionen zu beurteilen oder Packungsbeilagen für Arzneimittel richtig zu verstehen und zu bewerten.

Um dieser Situation zu begegnen, hat die Bundesregierung die Einrichtung eines Internetportals auf den Weg gebracht, auf dem „unabhängige, wissenschaftlich belegte und leicht verständliche Gesundheitsinformationen“ zusammengetragen werden. Dieses Portal soll als zentrales deutsches Internetangebot für Gesundheitsfragen dienen.

Staatssekretärin Weiss: Seriöse Quelle für Gesundheitsinformationen schaffen

Nach Auskunft der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium Sabine Weiss soll das nationale Gesundheitsportal Mitte dieses Jahres freigeschaltet werden. „Wir wollen mit dem nationalen Gesundheitsportal einen zentralen Beitrag dazu leisten, dass Gesundheitsinformationen im Internet leichter zu finden und als seriöse Quelle zu erkennen sind“, so die Staatssekretärin. Es gebe im Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium ein neues Referat, das sich ausschließlich um Einrichtung und Betrieb des Portals kümmern werde. Akkreditierte wissenschaftliche Partner sollen evidenzbasierte Informationen bereitstellen, wobei diese in unterschiedlichen Gesundheitsbereichen schrittweise erweitert werden sollen.