Wie kann man Fluoride zu sich nehmen?
- Mit dem Trinkwasser, das natürliche Fluoride enthält. Freilich ist der Fluoridgehalt des Wassers in den meisten Regionen Deutschlands gering. Das örtliche Wasserwerk kann über die genaue Menge Auskunft geben. Einige Länder wie USA, Kanada, Irland, Großbritannien und die Schweiz fügen dem Trinkwasser in bestimmten Gebieten zusätzliches Fluorid zu. In Deutschland geschieht dies jedoch nicht.
- Durch fluoridhaltiges Küchensalz. Kochsalz mit Fluoridzusatz (und meist auch zugesetztem Iod) ist in jedem Supermarkt zu bekommen, denn mittlerweile verwendet es hier zu Lande jeder dritte Haushalt. Verwenden von fluoridiertem Salz gilt als günstige, sichere, wirkungsvolle und preiswerte Methode, seinen Zähnen Gutes zu tun.
- Durch Trinken von natürlich fluoridhaltigem Mineralwasser. Allerdings ist nicht bei allen Wässern der Fluoridgehalt angegeben; im Zweifel fragt man beim Hersteller nach.
- Fluoridhaltige Zahnpasta hilft wirkungsvoll gegen Karies. Es gibt eine große Auswahl, die das Fluor etwa als Natrium-, Amin- oder Zinnfluorid oder als Natriummonofluorphosphat enthalten. Die Zahnpasta kann aber nur dann ihre Wirkung entfalten, wenn man die Zähne damit regelmäßig und ausreichend lange (etwa 3 Minuten) putzt. Für Vorschulkinder gibt es Zahnpasten mit geringerem Fluoridgehalt, weil Kinder meist einen Teil der Pasta verschlucken.
- Fluorid-Mundspüllösungen sind besonders einfach zu benutzen. Sie werden daher nicht nur zu Hause, sondern besonders gern auch im Rahmen der Kariesvorbeugung bei Kindergruppen in Kindergärten und Schulen eingesetzt. In Baden-Württemberg organisieren die regionalen „Arbeitsgemeinschaften für Zahngesundheit“ solche Gruppenprophylaxe; bei ihnen sind weitere Informationen erhältlich.
- Fluoridgelees, Fluoridlösungen und Fluoridlacke enthalten Fluoride besonders konzentriert. Gelees werden im Rahmen der Kariesvorbeugung in Kindergärten und Schulen und vom Zahnarzt in der Praxis aufgetragen; man kann sie aber auch zuhause verwenden. Lacke trägt der Zahnarzt gezielt auf besonders kariesgefährdete Stellen der Zahnoberflächen auf, vor allem bei Patienten mit erhöhtem Kariesrisiko.
- Fluoridtabletten zum Schlucken werden heute nicht mehr empfohlen, denn es zeigte sich, dass das Fluorid vor Ort, also direkt im Speichel, weitaus am wirksamsten ist. Aus diesem Grunde kann man aber durchaus Fluorid-Lutschtabletten verwenden. Wichtig ist, dass die Tabletten täglich genommen werden und dass man sie langsam im Mund zergehen lässt, damit möglichst viel Fluorid in den Speichel und dann in den Zahnschmelz übergeht.
Weitere Informationen zu "Fluorid":
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