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Nachsorge

Implantate können keine Karies bekommen, denn die Keime vermögen dem Implantatmaterial nichts anzuhaben. Das darf aber nicht dazu verleiten, jetzt die Zähne nicht mehr zu putzen – im Gegenteil. Denn künstliche Zähne sind sehr wohl empfindlich gegen Bakterienangriff – zwar nicht die Implantate selbst, wohl aber das umgebende Zahnfleisch und der Kieferknochen, der sie festhält. So wie diese Keime bei einem natürlichen Zahn in den Raum zwischen Zahnwurzel und Zahnbett einwandern und eine Parodontitis erzeugen, können sie das auch bei einem Implantat – nur fällt es ihnen hier noch leichter, weil der sonst vorhandene bakteriendichte Verschluss fehlt. Sie bewirken dann zunächst eine Schleimhautentzündung (Gingivitis). Das ist ein Alarmzeichen, denn daraus entwickelt sich oft eine Zahnbettentzündung, die in diesem Fall Periimplantitis genannt wird und bei Nichtbehandlung dazu führt, dass sich das teure Implantat lockert und löst. Auch Parodontitis an anderen Zähnen kann leicht aufs Implantat übergreifen – die gleichen Bakterien sind hier im Spiel. Daher ist eine sehr gute Mundhygiene unabdingbar. Ganz besonders schädlich sind Rauchen und Krankheiten wie nicht eingestellter Diabetes.

Wie sie in den ersten Tagen nach Einsetzen des Implantats mit ihren Zähnen umgehen, lassen Sie sich vom Zahnarzt erklären und demonstrieren. Spätestens mit Einsetzen der Suprakonstruktion aber können sie es wie normale Zähne reinigen – nur gründlicher. Alle Beläge auf dem Implantat und den anderen Zähnen müssen Sie täglich entfernen, und zwar nicht nur mit der normalen Zahnbürste, sondern zusätzlich mit Zahnzwischenraumbürsten und Zahnseide. Von Zeit zu Zeit sollten Sie Ihre Zähne auch professionell reinigen lassen.

Nutzen Sie auf jeden Fall das Recall-System und gehen Sie auch zu den Kontrollterminen. Denn eine Gingivitis beginnt oft schmerzlos und ohne dass Sie es bemerken. Blutung beim Zähneputzen, Schwellungen des Zahnfleisches und Mundgeruch sollten Sie als Alarmzeichen und dringende Aufforderung zum Zahnarztbesuch werten! Je früher die Krankheit festgestellt und behandelt wird, desto besser die Heilungschancen.

 


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